Zugegeben: ein pathetischer Titel. Aber wahrscheinlich trifft es folgendes am besten.
Es gibt Spieler, die haben uns und unsere Einstellung zum Fußball maßgeblich beeinflusst, oft sind wir wegen ihnen überhaupt FußballFan geworden. Bei D. war es Lothar Matthäus, bei mir die beiden de Boer-Brüder Ronald und Frank, für meinen Bruder Dieter Eilts - soweit ich weiss - und für F. Wynton Rufer. Schön, wenn diese Spieler dann auch mit erhobenem Kopf von der Fußballbühne abtreten, ohne peinliche Skandale oder sonstiges. Schade, wenn einige nicht wissen, wann sie aufhören sollen, wann es Zeit ist, in den Ruhestand zu gehen.
Ein Beispiel ist Lothar Matthäus: als Spieler wirklich legendär, als Trainer nicht einmal wirkliches Mittelmaß, ist er heute vor allem dafür bekannt, dass er sich permanent für Trainerjobs anbietet (biedert sich an trifft es vielleicht eher), die ihn wohl schon nach zwei Sekunden überfordern würden (ob das nun durch die vom DFB organisierte Fördermaßnahme - aka Trainerlehrgang - besser wird, bleibt abzuwarten) oder wie neuerdings Frauen als Freundinnen hat, die seine Töchter sein könnten.
Ein weiteres: Franz Beckenbauer: sicherlich hat er viel für den Fußball getan und das Bild von 1990 wie er über den Platz wandert: unvergessen. Großer Erinnerungsort. Mittlerweile hat man aber immer mehr den Eindruck, dass er einfach zu alt ist und einfach seinen (wohlverdienten) Ruhestand geniessen, die Kinder betüddern und sein GolfHandicap verbessern sollte. Ansonsten endet es wie in einer griechischen Tragödie, wo man das Elend schon kommen sieht, wenn das Mikro in seine Richtung wandert; heute auch bekannt als Fremdschämen.
Frank de Boer ist übrigens Assistenztrainer einer Jugendmannschaft bei Ajax Amsterdam, Ronald de Boer ist Spieler bei Al-Shamal (Katar), Dieter Eilts Trainer der deutschen U21 und Wynton Rufer Besitzer einer Fußballschule in Auckland. Wir werden sehen, was kommt.
Freitag, 8. Februar 2008
Dienstag, 5. Februar 2008
Das Denken des Spielers auf dem Feld oder: "Dumm, oder was?"
"Wenn´s denkt, ist´s eh zu spät."
(Gerd "Bomber" Müller)
Wir diskutierten heute folgende Frage: Wenn wir den durchschnittlichen Intelligenzquotienten von Fußballspielern nähmen, gäbe es einen Abfall des IQs vom Abwehrspieler zum Stürmer? Im Gegensatz zum Stürmer, der - einfach gesagt - "nur" den Ball annehmen muss, um in Richtung Tor zu stürmen, erwartet man vom Abwehrspieler doch, dass er schon 30 Spielzüge vorher sieht, wann es zu einer brenzligen Situation kommt. Stürmer werden Abstauber, Bomber und Knipser, die alle eine schnelle, kurze, spontane Aktion beschreiben, genannt, Abwehrspieler nicht; sie stehen eher für Konstanz ("Der steht wie eine Mauer", "... wie ein Turm.") oder für Zuverlässigkeit ("... wie eine Eins."). Oder ist es nur das Bild, welches man sich gerne von einigen Spielern machen möchte? Ex-Prinz Poldi, der Kurányi-Kevin, Aaron Hunt, Daniel Ljuboja oder international Wayne Rooney: über sie alle macht man sich gerne lustig, während Spielern wie Christoph Metzelder und Per Mertesacker nicht nur wegen ihres Schulabschlusses Intelligenz nachgesagt wird.
Auf der Suche nach intelligenten Stürmern kamen wir auf Marco Bode, der aber den größten Teil seiner Karriere als Chancentod verschrien war, dass er eher eine Stütze für die These sein könnte, dass Stürmer vor allem ihr Gehirn ausschalten können müssen, um intuitiv auf den Ball zu reagieren, während Abwehrspieler ein Spiel viel mehr lesen müssen.
Soziologisch gesehen könnte man dann aber vielleicht sagen, dass ein Stürmer eine höhere Körperintelligenz haben muss als ein Abwehrspieler? Weil er so schnell die richtige Entscheidung treffen muss, dass Denken-Handeln nicht mehr geht, sondern nur Handeln? Ein interessanter Artikel dazu findet sich übrigens hier, werde das mal näher erforschen.
Montag, 14. Januar 2008
Staubsauger Bayern
Warum machen wir nicht die Bundesligen einfach zu und verwandeln Deutschland insgesamt in einen Nachwuchsladen für die Bayern?
Warum schaffen wir nicht Konkurrenz einfach ab, schicken jeden der Talent hat und was kann sofort an die Isar und schauen, ob Bayern alleine nicht noch mehr bringt als wenn wir so dummen Wettbewerb vorschieben.
Aber eins muss man mir mal erklären:
Haben die alle keine Seele? Sind die alle nie Fans gewesen und haben gedacht: Bah! Niemals Bayern!?
Nein, es geht nicht nur um den Hass auf die Bayern, aber auch. Nur wenn ich sehe, dass ein Tim Borowski sich auch im Ausland den Verein aussuchen kann, warum dann Bayern? Geld? Kann ich mir nicht vorstellen, das Ausland zahlt ja auch gut. Aber nein, man stellt sich bei Bayern in die 2te Reihe, rutscht dann aus der Nationalelf und am Ende wechselt man nach 5 Jahren, von denen 2 gut waren, zurück in seinen alten Verein oder zu Hannover, dem KSC oder dem BVB. Na toll.
Am schlimmsten ist aber, dass wirklich niemand mehr die Eier hat zu sagen: Nein, ich nie!
Selbst Jürgen Klopp aus Mainz will nur nicht zu den Bayern, weil er kein Co mehr sein will. Warum entwickelt nicht zumindest Werder mal einen Vertrag, der es seinen Spielern verbietet zu den Bayern zu wechseln? Wie soll denn jemand den Bayern jemals die Stirn bieten, wenn die einfach jede Saison wirklich alles von Werder aufkaufen was Talent hat?
Selbst den Manager wollen Sie noch. Staubsauger der Talente eben.
Schade nur für den Wettbewerb, schade für den echten Fan, dem sein Verein noch was bedeutet und am schlimmsten wohl am Ende für die Spieler selbst.
Aber vielleicht regiert eben doch Geld die Welt.
Warum schaffen wir nicht Konkurrenz einfach ab, schicken jeden der Talent hat und was kann sofort an die Isar und schauen, ob Bayern alleine nicht noch mehr bringt als wenn wir so dummen Wettbewerb vorschieben.
Aber eins muss man mir mal erklären:
Haben die alle keine Seele? Sind die alle nie Fans gewesen und haben gedacht: Bah! Niemals Bayern!?
Nein, es geht nicht nur um den Hass auf die Bayern, aber auch. Nur wenn ich sehe, dass ein Tim Borowski sich auch im Ausland den Verein aussuchen kann, warum dann Bayern? Geld? Kann ich mir nicht vorstellen, das Ausland zahlt ja auch gut. Aber nein, man stellt sich bei Bayern in die 2te Reihe, rutscht dann aus der Nationalelf und am Ende wechselt man nach 5 Jahren, von denen 2 gut waren, zurück in seinen alten Verein oder zu Hannover, dem KSC oder dem BVB. Na toll.
Am schlimmsten ist aber, dass wirklich niemand mehr die Eier hat zu sagen: Nein, ich nie!
Selbst Jürgen Klopp aus Mainz will nur nicht zu den Bayern, weil er kein Co mehr sein will. Warum entwickelt nicht zumindest Werder mal einen Vertrag, der es seinen Spielern verbietet zu den Bayern zu wechseln? Wie soll denn jemand den Bayern jemals die Stirn bieten, wenn die einfach jede Saison wirklich alles von Werder aufkaufen was Talent hat?
Selbst den Manager wollen Sie noch. Staubsauger der Talente eben.
Schade nur für den Wettbewerb, schade für den echten Fan, dem sein Verein noch was bedeutet und am schlimmsten wohl am Ende für die Spieler selbst.
Aber vielleicht regiert eben doch Geld die Welt.
Abonnieren
Posts (Atom)